TSV Marathon Peine von 1953 e.V. DJK
    TSV Marathon Peine von 1953 e.V. DJK

CHRONIK

Chronik des TSV Marathon Peine DJK e. V.

 

Seine Gründung am 01. November 1953 verdankt der Verein 11 gestandenen Männern aus der katholischen Kolpingsfamilie Peine. Die Gründungsversammlung umfasste 44 Anwesende, die alle dem Verein beitraten und deren erster Vorsitzender Ambrosius Brodmann wurde. Fußend auf der christlichen Sportbewegung der Deutschen Jugendkraft (DJK) wurden die sportlichen Aktivitäten 1919 in der Kolpingsfamilie als selbständiger Verein, DJK Peine, gebündelt und bis zum Verbot 1933 nach der Machtergreifung der deutschen nationalsozialistischen Partei, geführt. So reichen die Wurzeln des Vereins schon bis in diese Zeit und wurden 1953 wieder belebt.

 

Da der Verein aber nicht wie im Archiv der katholischen Pfarrei Peine als DJK Peine im Deutschen Sportbund aufgenommen werden konnte, nannte man ihn TSV Marathon Peine DJK von 1953. Der Verein ist im Besitz des DJK-Gründungswimpels von 1919. Leider ist dem Verein, mit Helmut Rothkugel, nur noch ein getreues Mitglied als Zeitzeuge aus der Neugründungsversammlung verblieben. In Anlehnung an die katholische Kirchengemeinde und mit deren Unterstützung, aber mit Konfessionsoffenheit, erlebte der Verein in den angebotenen Sparten Fußball, Leichtathletik und Turnen einen Mitgliederboom. Das gesellige Vereinsleben fand viele Jahre im Saal des katholischen Peiner Pfarrhaus statt, das auch als Vereinsheim von Franz Bednarz bewirtet wurde. So konnte schon 1955 auf der Vereinssportstätte "Goltzplatz" unter Führung des legendären, langjährigen Leichtathletikwartes Wilhelm Brathering mit 60 Teilnehmern, dass erste Vereinssportfest durchgeführt werden. In den Folgejahren wurden viele Kreis- und Bezirksmeisterschaften, sowie überregionale Platzierungen erreicht. Marianne Hornburg wurde internationale DJK-Meisterin mit der 4x100 m-Staffel. 1998 trat der Verein mangels Mitgliedern aus dem Leichtathletikverband aus.

 

Die Fußballsparte entwickelte sich etwas holperig. Hier kam aber mit Franz Nottebaum über den Jugendbereich richtig Zug hinein. So schafften seine "Jungs", deren väterlicher Freund er war, einen Durchmarsch mit Meisterschaften im Schülerbereich bis hin zum Aufstieg in die Bezirks-Jugendleistungsklasse, wo man mit dem VfV Hildesheim und dem VfB Peine um die Meisterschaft spielte. Bei der Deutschen DJK-Jugendmeisterschaft in Hamburg schieden sie unglücklich im Halbfinale aus. Dieser Kader, aus dem Dietmar "Fiffi" Mürdter, der später beim 1. FC Köln Profifußballer wurde, war der Grundstein dafür, dass man 1968 die Herrenfußball-Kreismeisterschaft errang. Als Anekdote: Wenn bei harten Auseinandersetzungen Neid aufkam, wurde man wegen der DJK-Zugehörigkeit als "Schwarze" beschimpft, die morgens in der Kirche knieten und nachmittags des Gegners Beine polierten. Nach den Glanzzeiten des Vereins mit über 400 Mitgliedern kam es zu einem Niedergang, Anfang der achtziger Jahre auf 100. Die Folge war, dass 1984 die Stadt Peine der PSG 04 die Nutzung des Goltzplatzes übertrug und Marathon auf den Gunzelinsportplatz verwies, mit der Zusage, den Neubau des Parkhausplatzes, als neue Vereinssportanlage voranzutreiben, was nach großen Querelen mit der Stadt Peine, unter Einschaltung des Vizepräsidenten des deutschen Fußballverbandes Engelbert Nelle, durch Josef Kuhnert, erst 1997 verwirklicht wurde.

 

1987/88 gab es mit der neuen Vorstandscrew um den Vorsitzenden Siegfried Zimmermann einen Mitgliederanstieg von 130 auf 200 .So stieg Hannelore Elsners Damengymnastiksparte auf 50 Aktive, die von Hans-Joachim Elsner gegründete Herrengymnastik auf 17 und die Jugend auf 21. Auch in den drei Herrenfußballmannschaften gab es Zuwächse. 1993, dem vierzigsten Jahr nach der Neugründung, war die Mitgliederzahl auf 332 gestiegen. Davon 100 Jugendliche in der Obhut der Jugendspielgemeinschaft Peine-Ost, von Fußball-Jugend-Obmann Hans-Joachim Elsner geleitet, die Spielmöglichkeiten suchten. Nun wurde endlich mit dem Bau des neuen Parkhausplatzes begonnen, der dann 1997 feierlich eingeweiht werden konnte. Zwischenzeitlich hatte man sich 1992 im Handball in der SGH Peine integriert. Diese Sparte wurde aber aus Kostengründen 2011 aufgegeben.

1998 wechselte der Vereinsvorsitz von Siegfried Zimmermann auf Hannelore Elsner. Zu der Zeit gab es im Herren- und Jugendfußball einen grandiosen Aufstieg. So stieg der Anteil der Jugend-Fußballer auf fast 180 oder 50 % des Vereins. Man war in allen Klassen besser aufgestellt als die Peiner Großvereine und holte Meistertitel in Serie, so dass es dem Erfolgsduo mit Trainer Christian Gleich und Obmann Hans-Joachim Elsner und dessen Betreuerstab gelang, die 1. A-Jugend bis in die niedersächsische Landesliga zu führen und die 2. A-Jugend in die Bezirksliga, was für Peines Jugendfußball ein Novum darstellte. Durch die altersbedingten Abgänge konnte die Landesliga nicht gehalten werden. Dadurch sorgten die Jungs aber in der Herrenmannschaft durch ihre spielerische Klasse für den Aufstieg in die Bezirksliga und ließen im Stadtmeisterschaftsendspiel dem Landesligisten Bosporus Peine, mit einem 2:0 Sieg keine Chance. Mit dem Weggang von Erfolgstrainer Gleich und seiner ehemaligen Jugendspieler, konnte man diese Lücke mit den zu teuren Neuverpflichtungen nicht schließen und nahm 2007 lieber den Zwangsabstieg in die 1. Kreisklasse Nord in Kauf. Nach der Abmeldung von 32 Spielern konnte Dank des Einsatzes von 5 Spielern aus der Ü-40 der Restkader aufgefüllt werden und die Klasse gehalten werden.

Aktuell sind im Jugendfußball z. Zt. über 100 Mitglieder; diese sind bis auf die B-Jugend in allen Altersklassen mit Mannschaften teils sehr erfolgreich vertreten. Eine 1. Herren und eine Ü-40-Herren spielen auf Kreisebene. Eine intakte Damen- und Herrengymnastikgruppe runden das Programmangebot ab.

(Josef Kuhnert – Pressewart)

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